LEGIO XIIII GEMINA

Römer im Saarland

Am 06.11. hielt unser Centurio einen Vortrag über die römische Besiedlung im Saarland, mit dem Schwerpunkt "Landkreis Neunkirchen". Eingeladen hatte der Verein des Stadtmuseums Ottweiler. Weitere highlights waren das römische Straßensystem, hier speziell die Römerstraße Strasbourg- Trier auf ihrem Abschnitt Wiebelskirchen- vicvs Wareswald. Das Referat fand gute Resonanz beim zahlreich erschienen Publikum. Untermalt wurde der Vortragstext durch 50 Beamer- Bilder. Herr Rödle, der Vorsitzende des Museumsvereins, eröffnete die Veranstaltung, die Teil einer Vortragsreihe zum Thema der neuen Dauerausstellung "Kelten und Römer in unserer Region", war. Den ersten, sehr interessanten Vortrag über die Kelten in unserer Region, hielt der Archäologe Rolf Distler.

Auszüge aus dem Vortrag:

 

"Lassen Sie uns mit einem besonders interessanten Platz in unserem Kreis beginnen: Wir schreiben das Jahr 1838. Die im Kasbruch (5) entdeckten Fundstücke gelangten über verschlungene Wege durch den Gutsbesitzer Karcher an den 1839 durch Gymnasialdirektor Dr. Friedrich Schröter gegründeten „ Historisch- antiquarischen Verein für die Städte Saarbrücken und St. Johann“. Und er war es, der die Fundumstände und die damals oft praktizierte Befragung der ortsansässigen Bevölkerung“ erstmals in dem wegweisenden Werk „Über die römischen Niederlassungen und die Römerstraßen in den Saargegenden“ publizierte."

".......wie muss man sich die damalige Landschaft für jemanden, der auf der Höhenstraße bei Ottweiler unterwegs war, vorstellen? Zunächst einmal wäre der Bewuchs zu klären, der sicherlich anders war, als heute. Der Reisende aus Wiebelskirchen kommend, sah zu seiner Rechten zunächst , während seines Aufstiegs aus dem Tal, die Gebäude des Landgutes am Kirchberg in der Nähe des heutigen Freibades. Wohl ein Waldbauernhof, der zur Bedarfsdeckung Holz einschlug. Holz, das natürlich dem Wald fehlte und somit auch teilweise die Sicht freigab. Ein Wald, der durch einzelne Felder unterbrochen vornehmlich aus Schwarzerlen, Weiden und Eschen bestand. Auf den Höhen standen Eichenwälder. Woher weiß man dies? Dazu dienen uns die konservierten Pollen, wichtige botanische Hinweise aus dem Tal der Theel bei Lebach. Im Saarland stand etwa alle 1.000 bis 1.200 Meter ein Einzelgehöft. ( Helmut Freis)..... "